Kategorie-Archiv: Aktivismus

Hanf-Institut qualifiziert österreichische Cannabis-Politik als Desaster und 50 bis 86 Prozent stimmen zu

Wien, 10. Juli 2017 – Nach Ansicht der Obmanns des Hanf-Instituts, Toni Straka, ist die österreichische Cannabis-Politik, wo Kranke nach wie vor bei der Anwendung von natürlichem Cannabis mit Haftstrafe rechnen müssen, ein Desaster. Dieser Meinung stimmten über 86 Prozent der Teilnehmer in einer online-Umfrage des TV-Senders Puls4 und 50 Prozent der 500 Teilnehmer einer Echtzeit-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM am vergangenen Sonntag abend zu.

In der Sendereihe „Im Namen des Volkes“ zum Thema „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“ diskutierten Rechtsanwalt und Suchtmittelgesetzexperte Gottfried Hudl, die Kinderpsychiaterin Dagmar Zidek und Toni Straka unter der Moderation von Irmgard Griss mit der Salzburger Juristin Eleonore Hübner, dem Grazer Richter Helmut Wlasak, und dem Linzer Suchtmediziner Kurosch Yazdi über die Vorteile der Legalisierung.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil und sehen sie die Sendung hier: „Im Namen des Volkes“ zum Thema „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“

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Straka forderte in der teilweise sehr hitzigen Diskussion die Legalisierung von Cannabis als Heil- und Genussmittel und regte Sofortmassnahmen zur Straffreistellung von kranken Menschen an, für de Cannabis das ideale Heilmittel mit den geringsten Nebenwirkungen darstellt.

 

Die Leiterin der Gruppe, die gegen eine Legalisierung von Cannabis sprach, stimmte Straka zu, dass Cannabis-PatientInnen nicht verfolgt werden sollten. Sie stimmte auch zu, dass Cannabis nicht das grösste Drogenprobem in Österreich im Vergleich mit Alkohol ist.

Das Hanf-Institut und die Arge Canna haben Ende Mai die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative eingeleitet, die hier online unterschrieben werden kann.

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann online unterzeichnet werden

Wien, 31. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann seit Dienstag nachmittag online auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut am Mittwoch mit. Die mit bereits 10.000 händisch gesammelten Unterschriften startende Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts kann aufgrund der Nationalratswahl im Oktober mindestens bis Dezember elektronisch unterfertigt werden. Zentrale Forderung der Bürgerinitiative ist die Legalisierung des Eigenanbaus von Cannabis für und durch kranke Menschen.
Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt. Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.
„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.
Wir hoffen damit der Regierung nahezubringen, wie wichtig den Menschen eine lebensnahe Gesundheitspolitik ist, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und das unbedingte Recht auf Schmerzfreiheit und Gesundheit über das Strafrecht stellt“, sagte Straka abschliessend.

Medical Cannabis Bürgerinitiative kann ab 30. Mai auf der Parlaments-Webseite unterschrieben werden

Wien, 30. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann ab sofort auf der Webseite des Parlaments online unterschrieben werden. Die Initiative der Patientenvertretung Arge Canna und des Hanf-Instituts will den Eigenanbau für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation legalisieren. Auf Basis der Zahlen aus Colorado könnte  Cannabis das ideale Heilmittel für über 200.000 Österreicher sein.

Jüngste Forschungsfortschritte deuten zudem auf weitere Anwendungsmöglichkeiten insbesondere bei der Behandlung von neurologischen Alterskrankheiten, bei Epilepsie, Krebs  und in der Kinderheilkunde hin. Insbesondere für die ältere Generation erweist sich Cannabis als vielseitige Heilpflanze. Nach den Angaben der österreichischen Schmerzgesellschaft haben 80 Prozent der Senioren chronische Schmerzen.

Übergabe der Unterschriften an das Parlament – v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Hanf-Institutsvorstand Toni Straka sagte, „Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Fast 10.000 Unterschriften schon in der Offline-Phase aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Hanf soll als behandelt werden, was er ist: Eine Heilpflanze

Die Aktivisten hatten offline bereits 9.940 Unterschriften gesammelt und hoffen, dass Hanf wieder als das behandelt wird, was er ist: Nämlich eine Pflanze.

„Eine vom Gesundheitsministerium eingebrachte Novelle zum Suchtmittelgesetz (SMG) stilisiert Cannabis zur Chemikalie hoch und verlangt dann unmögliche klinische Standards, die auch keine andere Heilpflanze erreicht“, sagte Straka.

Aufgrund der Neuwahlen kann die Bürgerinitiative zumindest bis Dezember auf der Parlaments-Webseite unterzeichnet werden.

Hanfaktivisten leiten mit 10.000 Unterschriften parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative ein

Wien, 26. Mai 2017 – Ein Komitee aus schwer kranken HanfpatientInnen von vier bis 78 Jahren hat am Freitag  10.000 händisch gesammelte Unterschriften zum Startschuss der parlamentarischen Medical Cannabis Bürgerinitiative an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Die von der Cannabis-Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte Bürgerinitiative (PDF)  fordert die Straffreistellung für die Produktion und den Besitz von Cannabis für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation und kann in Kürze auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterschrieben werden.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der BŸrgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard MŸller, Hanf-Institut, Gerfried DŸregger, Obmann ARGE Canna, Klaus HŸbner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jŠährigen Epileptikerin Hannah.
Wien. †Übergabe der Unterschriften fŸür die parlamentarische Medical Cannabis BŸürgerinitiative.

Der nach einem Unfall querschnittgelähmte und an Spastiken leidende Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Patrick Krammer, sagte bei der Übergabe im Wiener Palais Epstein, „als Schmerzpatient hoffe ich auf eine rasche Änderung im Sinn der betroffenen Patienten. Unsere Kriminalisierung ist nicht mehr zeitgemäss und belastet alle Kranken zusätzlich.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Über 10.000 Unterschriften aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Geplante SMG-Novelle würde weitere Verschlechterung für Patienten bringen

Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt.

Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.

„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.

Die geplante Novelle des Suchtmittelgesetzes SMG will das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD den selben Strafbestimmungen wie den psychoaktiven Inhaltsstoff THC unterstellen.

Das Hanf-Institut tritt in einer Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf insbesondere der Begründung entgegen, dass zu CBD keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkentnisse vorliegen.

In Österreich will der Staat in wenigen Tagen eine neuerliche Gesetzes-Novelle abhandeln, in der Hanf wider alle Fakten zur Chemikalie hochstilisiert wird“, sagte Straka und sagte abschliessend, „alle, die Cannabis kennen, wissen, dass er eine von über 28.000 Heilpflanzen auf dieser Welt – wie Kamille, Salbei oder Baldrian – ist. So soll Cannabis daher nach unserer Ansicht auch behandelt werden: Als Pflanze.“

Finden Sie hier alle wichtigen Dokumente rund um die Medical Cannabis Bürgerinitiative

Volltext der Bürgerinitiative: Parlamentarische-Bürgerinitiative-betreffend-Straffreistellung von Medical Cannabis (PDF)

Stelllungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Statement von Toni Straka anlässlich der Einreichung der Unterschriften für die Bürgerinitiative.

Bilder vom Event:

Ankunft

Eine der Unterschriftenmappen.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi mit Unterschriften.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Erstunterzeichnung von Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Toni Straka, Obmann Hanf-Institut im Interview.

Hans Pirker, Parkinson Patient.

v,l.n.r.: Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Klaus Hübner, ARGE Canna.

 

TERMINAVISO: Arge Canna und Hanf-Institut übergeben tausende Unterschriften für Cannabis-Bürgerinitiative an Parlament

Wien, 23. Mai 2017 – Die ARGE Canna und das Hanf-Institut werden am 26. Mai 2017 um 11 Uhr tausende Unterschriften zur Einleitung der parlamentarischen Bürgerinitiative für die Legalisierung des Eigenanbaus von medizinischem Cannabi (PDF) an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Erstunterzeichner Patrick Krammer von der Arge Canna

Erstunterzeichner der Bürgerinitiative ist Patrick Krammer von der Arge Canna, der seit einem Unfall querschnittgelähmt ist und unter spastischen Krämpfen leidet.

Mit dabei werden auch eine 4jährige Epileptikerin und der 78jährige Parkinson-Patient Hans sein, die mit Cannabis als Heilmittel gute Erfahrungen machen.

Arge Canna Obmann Gerfried Düregger und Hanf-Institutsvorstand Toni Straka werden in Statements auf die Aktualität dieser Bürgerinitiative hinweisen, nachdem das Gesundheitsministerium zurzeit eine weitere Gesetzesverschlechterung für Cannabis-PatientInnen anstrebt, die in krassem Widerspruch zum weltweiten Trend zurück zum ältesten Heilmittel der Menschheit steht.
Wann: 26. Mai 2017 um 11 Uhr
Wo: Palais Epstein, 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring 1

Teilnehmer:

  • Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi
  • Patrick Krammer, Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna
  • Toni Straka, Vorstand Hanf-Institut
  • Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna
  • Beatrix Kohlhauser, Mutter einer 4jährigen Epileptikerin
  • Hans, 78, Parkinson-Patient

 

Grüne Abgeordnete wollen legale grüne Medizin

Wien, 10. Mai 2017 – Österreichs Politik entdeckt Cannabis als Medizin. Bei einer Podiumsdiskussion der Grünen Penzing und der Grünen Senior_innen im Mai waren sich Podium und Auditorium einig: Cannabis muss für Patienten leichter und billiger erhältlich sein.

v.l.n.r. Albert Steinhauser, Justizprecher Grüne; Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin Grüne; Peter Kolba, Konsumentenschützer; Klaus Hübner, ARGE Canna; Gerfried Düregger, ARGE Canna; Gerald Kitzmüller, SPÖ; Toni Straka, Vorstand Hanf-Institut, Wolfgang Mückstein, Praktischer Arzt.

Wolfgang Mückstein, Praktischer Arzt, sieht vor allem Probleme durch die teuren Preise für Cannabisprodukte.
„Die Preise müssen runter, dann werden Cannabis-Produkte auch öfter verschrieben werden. Dass da öknonomische Interessen im Hintergrund stehen, ist sehr wahrscheinlich. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse schwankt von Bundesland zu Bundesland. Bei vielen Indikationen ist eine Übernahme unbedingt erforderlich“, sagte Mückstein.

Peter Kolba, Konsumentenschützer, erzählte, „bei meinen Medikamenten ist der Beipackzettel gespickt voll von Nebenwirkungen. Ich müsste Dronabinol in einer Dosierung nehmen, wo ich 800 Euro im Monat dafür zahlen würde. Kasse zahlt, ist aber nicht Lösung, dass man gesetzliche Lage bestehen lässt und den Markt für einen Monopolisten schafft. Wenn man einen regulierten Markt schafft, gehen die Preise automatisch herunter.“

SPÖ-Rebell Gerald Kitzmüller berichtete von einer guten Stimmung zu Cannabis in seiner Partei:„In der Basis bis in die höheren Ebenen komplettes Ja zu Cannabis, aber die Führungsebene ist dagegen. Die an den Hebeln sitzen befürchten Stimmenverlust, obwohl breiteste Zustimmung unabhängig vom Alter an der Basis besteht.So wie sich eine Spitzenkraft für Legalisierung einsetzt, gibt es einen Shitstorm. „Der derzeitige Zustand ist aber unhaltbar, weil ein opferloses Delikt verfolgt wird“, sagte Kitzmüller.

Gerfried Düregger, Obmann der Patientenvertretung ARGE Canna meinte, „wenn die Regierung das Gesetz so durchbringt, ist das keine Verbesserung. Notwendig wäre, dass CBD-Blüten als Nahrungsergänzungsmittel erlaubt sind.“

Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen kritisierte die geplante SMG-Reform ebenfalls: „Die geplante Regelung ist eine massive Verschlechterung für PatientInnen. Da die Krankenkassen sehr restriktiv bei der Genehmigung von THC-hältigen Cannabismedikamenten vorgehen, sind diese vermehrt auf Blüten oder Produkte, die kein oder nur sehr wenig THC, dafür aber CBD enthalten, ausgewichen.“ Es wurden allein in den letzten vier Jahren über 4.000 Studien erarbeitet, die alle positiv waren.

„Ein de-facto Verbot von Anbau und Verarbeitung von CBD-hältigen Blüten und der Handel mit Produkten wie CBD-Ölen drängt PatientInnen vermehrt auf den Schwarzmarkt“, hält Mückstein fest und sagt: „Wichtig wäre ein kontrollierter Anbau mit einer verpflichtenden Qualitätsprüfung durch eine Kontrollbehörde, die sicherstellt, dass die Pflanzen schadstofffrei sind und die auch den Gehalt an Wirkstoffen exakt überprüft. Die PatientInnen brauchen endlich qualitätsgesicherte und leistbare Cannabismedizin.“

Toni Straka, Vorstand des Hanf-Instituts sagte: „Gesetze sind unmenschlich, wenn sie die Gesundung eines Menschen behindern.“
Er kritisierte, dass Cannabis-Produkte aus der Apotheke ein Vielfaches der Schwarzmarktpreise kosten.

Straka wies darauf hin, dass alle Patienten, die den Vergleich mit natürlichem Cannabis kennen, die natürlichen Blüten dem Monosubstanzpräparat aus der Apotheke vorziehen. „Die Regierung versucht, aus einer Heilpflanze eine Chemikalie zu machen. Es ist aber eine Heilpflanze mit über 100 Cannabinoiden und hunderten anderen Wirkstoffen.

Das Hanf-Institut wird noch vor Behandlung der SMG-Reform die Parlamentarische Bürgerninitiative für den straffreien Eigenanbau von Patient einbringen, für die wir zusammen mit der ARGE Canna schon über 20.000 Offline-Unterschriften gesammelt haben.

Albert Steinhauser, Justizprecher der Grünen, will billigeres Cannabis: „Die Produktion von Cannabis-Produkten für die Pharmaindustrie nicht interessant und offenbar werden sie jetzt künstlich teuer gehalten.“ Die aktuelle Vorgangsweise, wo mit einem eiligen Gesetzesentwurf einer noch zu bildenden Expertenkommission vorgegriffen werde, sei nicht akzeptabel, so Steinhauser.

Hanf-Institut kündigte am Hanfwandertag Einreichung der 2. Cannabis-Bürgerinitiative vor SMG-Reform an

Wien, 8. Mai 2017 – Das Hanf-Institut hat beim diesjährigen Hanfwandertag am 6. Mai die baldige Einreichung der parlamentarischen Bürgerinitiative für den straffreien Cannabis-Eigenanbau für Patienten angekündigt, für die bisher schon rund 20.000 Offline-Unterschriften gesammelt wurden. Hanf-Institutsvorstand Toni Straka wies in seiner Rede vor dem Parlament darauf hin, dass die beabsichtigten Änderungen des Suchtmittelgesetzes (SMG) nur eine weitere Verschlechterung für Cannabis-KonsumentInnen und insbesondere kranke Menschen darstelle, die jetzt wieder auf den Schwarzmarkt gedrängt würden.

„Hanf ist eine ungiftige Pflanze und keine Chemikalie aus. Dementsprechend muss sie auch behandelt werden“, sagte  Straka vor tausenden HanffreundInnen vor dem Parlament.

„Wir orten bei der Legalisierung von medizinischem Cannabis 99 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung, weil niemand so herzlos ist, und einem Kranken eine Pflanze vorenthalten möchte, die ihm Linderung bei seinen Leiden bringen könnte.“

Dass die neue Hau-Ruck-Reform mit aussergewöhnlich kurzer Begutachtungsfrist die Behandlung einer Heilpflanze als Medikament anpeilt, erscheint dem Hanf-Institut als überzogene Massnahme, weil plötzlich auch das nicht psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) verbannt werden soll. CBD stellt sich in jüngster Zeit als wirksames Heilmittel bei Epilepsie, MS, Diabetes und insbesondere Schmerzen heraus. Es existieren bereits hunderte – durchwegs positive – Studien zu CBD.

„Es kann nicht sein, dass die österreichische Bundesregierung weiterhin alle wissenschaftlichen Fakten zu einer nebenwirkunsgarmen Heilpflanze ignoriert, die so breitflächig angewendet werden kann.

Dass man mit legalem Cannabis rund eine Milliarde Euro positiv zum österreichischen Budget beitragen und 50.000 Arbeitsplätze schaffen könnte sei hier nur nebenbei erwähnt.

Hanf kann genau das, was die Politik angeblich immer will: Nämlich einer alternden österreichischen Bevölkerung ein beschwerdefreies Leben ermöglichen.

Noch dazu sind bereits positive Wirkungen von CBD in der EU sowohl als Arzneimittel als auch als Nahrungsergänzungsmittel bereits in zwei Rechtsgutachten vom Oktober 2016 festgehalten.

„Hanf ist und bleibt eine Pflanze und kann daher nicht als Medikament behandelt werden. Kamille, Minze und Lindenblüten werden ja auch nicht als Medikamente verkauft“, sagte Straka abschliessend.

 

Solidaritätsaktion für Willi Wallner: Postkarten für österreichischen Cannabis-Pionier in U-Haft

Wien/Salzburg, 30. März 2017 – Der seit 28. Februar in Untersuchungshaft sitzende Medical Cannabis Pionier Wilhelm Wallner wird den jüngsten Informationen zufolge noch einige Wochen dafür schmoren müssen, dass er kranken Menschen mit Cannabis-Heilmitteln helfen wollte.

Der bisher unbescholtene Schmerzpatient und Gründer des Cannabis Social Club Salzburg (CSCS) sitzt jetzt schon ein Monat in der Justizanstalt Urstein-Nord, wo er keinen Zugang zu dem in sechs medizinischen Gutachten als bestes Heilmittel angeführte natürliche Cannabis hat und erstmals seit Jahren wieder Morphium gegen seine unvorstellbaren chronischen Schmerzen bekam.

Postkarten gegen die Isolation

Um Wilhelm Wallner spüren zu lassen, dass alle, die die jüngsten traurigen Entwicklungen  in seinem Bemühen, Kranken mit Hanf zu helfen, ihn nicht vergessen haben, ruft das Hanf-Institut zu einer Postkarten-Aktion auf.

Bitte schreiben Sie und all Ihre HanffreundInne Willi ein paar aufmunternde Zeilen auf eine Ansichtskarte, damit er auch hinter den grauen Mauern, die umgeben, sehen kann, wo überall seine Unterstützer in hoffentlich der ganzen Welt sitzen.

Die Adresse:

Justizanstalt Salzburg
Wilhelm Wallner 23.02.1959
Urstein-Nord 73
A-5412 Hallein

Je mehr Karten Willi während seiner unerträglichen Haft bekommt, desto sichtbarer ist es auch für die Justiz, dass Cannabis in der Gesellschaft längst als natürliches Heilmittel angekommen ist, für den niemand mehr eingesperrt werden darf. Bitte keine Texte, die irgendwie mit seinem Fall zu tun haben könnten. Die Postkarten werden von der Justiz gelesen. Der Will soll was zum Lachen oder Schmunzeln haben.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement!