Kategorie-Archiv: Medienmitteilung

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann online unterzeichnet werden

Wien, 31. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann seit Dienstag nachmittag online auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut am Mittwoch mit. Die mit bereits 10.000 händisch gesammelten Unterschriften startende Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts kann aufgrund der Nationalratswahl im Oktober mindestens bis Dezember elektronisch unterfertigt werden. Zentrale Forderung der Bürgerinitiative ist die Legalisierung des Eigenanbaus von Cannabis für und durch kranke Menschen.
Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt. Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.
„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.
Wir hoffen damit der Regierung nahezubringen, wie wichtig den Menschen eine lebensnahe Gesundheitspolitik ist, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und das unbedingte Recht auf Schmerzfreiheit und Gesundheit über das Strafrecht stellt“, sagte Straka abschliessend.

Hanfaktivisten leiten mit 10.000 Unterschriften parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative ein

Wien, 26. Mai 2017 – Ein Komitee aus schwer kranken HanfpatientInnen von vier bis 78 Jahren hat am Freitag  10.000 händisch gesammelte Unterschriften zum Startschuss der parlamentarischen Medical Cannabis Bürgerinitiative an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Die von der Cannabis-Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte Bürgerinitiative (PDF)  fordert die Straffreistellung für die Produktion und den Besitz von Cannabis für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation und kann in Kürze auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterschrieben werden.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der BŸrgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard MŸller, Hanf-Institut, Gerfried DŸregger, Obmann ARGE Canna, Klaus HŸbner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jŠährigen Epileptikerin Hannah.
Wien. †Übergabe der Unterschriften fŸür die parlamentarische Medical Cannabis BŸürgerinitiative.

Der nach einem Unfall querschnittgelähmte und an Spastiken leidende Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Patrick Krammer, sagte bei der Übergabe im Wiener Palais Epstein, „als Schmerzpatient hoffe ich auf eine rasche Änderung im Sinn der betroffenen Patienten. Unsere Kriminalisierung ist nicht mehr zeitgemäss und belastet alle Kranken zusätzlich.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Über 10.000 Unterschriften aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Geplante SMG-Novelle würde weitere Verschlechterung für Patienten bringen

Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt.

Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.

„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.

Die geplante Novelle des Suchtmittelgesetzes SMG will das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD den selben Strafbestimmungen wie den psychoaktiven Inhaltsstoff THC unterstellen.

Das Hanf-Institut tritt in einer Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf insbesondere der Begründung entgegen, dass zu CBD keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkentnisse vorliegen.

In Österreich will der Staat in wenigen Tagen eine neuerliche Gesetzes-Novelle abhandeln, in der Hanf wider alle Fakten zur Chemikalie hochstilisiert wird“, sagte Straka und sagte abschliessend, „alle, die Cannabis kennen, wissen, dass er eine von über 28.000 Heilpflanzen auf dieser Welt – wie Kamille, Salbei oder Baldrian – ist. So soll Cannabis daher nach unserer Ansicht auch behandelt werden: Als Pflanze.“

Finden Sie hier alle wichtigen Dokumente rund um die Medical Cannabis Bürgerinitiative

Volltext der Bürgerinitiative: Parlamentarische-Bürgerinitiative-betreffend-Straffreistellung von Medical Cannabis (PDF)

Stelllungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Statement von Toni Straka anlässlich der Einreichung der Unterschriften für die Bürgerinitiative.

Bilder vom Event:

Ankunft

Eine der Unterschriftenmappen.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi mit Unterschriften.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Erstunterzeichnung von Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Toni Straka, Obmann Hanf-Institut im Interview.

Hans Pirker, Parkinson Patient.

v,l.n.r.: Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Klaus Hübner, ARGE Canna.

 

TERMINAVISO: Arge Canna und Hanf-Institut übergeben tausende Unterschriften für Cannabis-Bürgerinitiative an Parlament

Wien, 23. Mai 2017 – Die ARGE Canna und das Hanf-Institut werden am 26. Mai 2017 um 11 Uhr tausende Unterschriften zur Einleitung der parlamentarischen Bürgerinitiative für die Legalisierung des Eigenanbaus von medizinischem Cannabi (PDF) an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Erstunterzeichner Patrick Krammer von der Arge Canna

Erstunterzeichner der Bürgerinitiative ist Patrick Krammer von der Arge Canna, der seit einem Unfall querschnittgelähmt ist und unter spastischen Krämpfen leidet.

Mit dabei werden auch eine 4jährige Epileptikerin und der 78jährige Parkinson-Patient Hans sein, die mit Cannabis als Heilmittel gute Erfahrungen machen.

Arge Canna Obmann Gerfried Düregger und Hanf-Institutsvorstand Toni Straka werden in Statements auf die Aktualität dieser Bürgerinitiative hinweisen, nachdem das Gesundheitsministerium zurzeit eine weitere Gesetzesverschlechterung für Cannabis-PatientInnen anstrebt, die in krassem Widerspruch zum weltweiten Trend zurück zum ältesten Heilmittel der Menschheit steht.
Wann: 26. Mai 2017 um 11 Uhr
Wo: Palais Epstein, 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring 1

Teilnehmer:

  • Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi
  • Patrick Krammer, Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna
  • Toni Straka, Vorstand Hanf-Institut
  • Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna
  • Beatrix Kohlhauser, Mutter einer 4jährigen Epileptikerin
  • Hans, 78, Parkinson-Patient

 

Cannabis-Krieg in Österreich: Polizei steckt haftunfähigen Patienten in die Psychiatrie

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Hausdurchsuchung beim Cannabis Social Club Salzburg. Foto: Hanf-Institut

Wien, 2. November – Ein exemplarisches Beispiel für die Sinnlosigkeit der Verfolgung kranker Menschen, die sich mit Cannabis erfolgreich selbst behandeln, lieferte die österreichische Exekutive während Halloween und an Allerheiligen.
Das Haus und Vereinslokal des Cannabis Social Club (CSC) Salzburg in Henndorf am Wallersee wurde am vergangenen Montag im Zuge eine Hausdurchsuchung durch niederösterreichische Kriminalpolizisten verwüstet.
Die Polizisten waren bei diesem Besuch nach Angaben Wallners sehr
unfreundlich und fast brutal. „Jetzt habe ich schon acht Hausdurchsuchungen hinter mir. Aber so eine Verwüstung haben die Eugendorfer Polizisten nie angerichtet“, wundert sich Wallner, dessen Verein über 140 betagte und schwerkranke Menschen versucht, mit der Medizin ihrer Wahl zu versorgen.

Diese bereits 8. Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von 78 Hanfpflanzen sowie einem Kilogramm Hanfbutter endete damit, dass die Behörden den Clubobmann und chronischen Schmerzpatienten Wilhelm Wallner zuerst während des fünf Stunden langen Verhörs seine Cannabis-Medizin vorenthielten. Als der in Agonie liegende Wallner im Zuge der Einvernahme meinte, dass nach der Verwüstung seines Hauses und der Konfiskation der Gärtnerei-Ausstattung alles keinen Sinn mehr mache, verfrachtete die Polizei den haftunfähigen Cannabis-Aktivisten wegen ‚Selbstgefährdung‘ in eine psychiatrische Klinik, wo er sich aktuell noch immer auf Weisung der Behörden befindet, aber immerhin Kontakt zur Aussenwelt hat.

Halloween-Horror: Hausdurchsuchungen bei mehreren Cannabis Social Clubs

Auch der Obmann des CSC Wien, Markus Winter, erhielt an Allerheiligen unerwünschten Blaulicht-Besuch. „Zwei Hünen in Uniform standen vor meiner Tür. Konfisziert wurde ausser einem Fläschchen mit (legalem) Cannabidiol-Öl aber nichts“, sagte Winter dem Hanf-Institut.
Auch für andere Cannabis-Patienten wurde der 31. Oktober zum Halloween-Horror, weil nicht Clowns, sondern schwer bewaffnete Polizei-Einheiten im Rahmen weiterer Hausdurchsuchungen ihr oft lebennotwendiges Heilmittel beschlagnahmten.

Kann sich Österreich diese Milliarden-Kosten leisten?

„Die Republik Österreich muss immer noch ein sehr reiches Land sein, wenn sie sich derart unverhältnismässige Massnahmen im sinnlosen Krieg gegen Schwerstkranke leisten kann“, kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Mittwoch den neu aufgeflammten Cannabis-Krieg gegen die wertvollste Heilpflanze dieser Erde.
Nach Schätzungen des Hanf-Instituts kostet jede polizeiliche Aktion gegen HanffreundInnen mindestens 15.000 Euro. „Wenn niederösterreichische Kriminalbeamte Kapazitäten für eine Landpartie nach Salzburg wegen ein paar ungiftiger Pflanzen haben zeugt das von mangelnder Kooperation der Landespolizei-Direktionen. Wilhelm Wallner ist ja der Salzburger Exekutive von 7 früheren Hausdurchsuchungen gut bekannt“, sagte Straka weiter.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von Zehntausenden HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler jährlich insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, zu denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen in etwa derselben Höhe hinzukommen“, wies Straka wiederholt auf den ganzen Irrsinn im Namen eines Gesetzgebers hin, „der tausendfache Beweise über die Nützlichkeit von Hanf als nebenwirkungsarmes Heil- und ungiftiges Genussmittel weiter ignoriert. Die Erde ist aber ebensowenig eine Scheibe wie Cannabis ein ‚Suchtmittel‘ ist.“

Auch Mario Danne vom Netzwerk Cannabis Social Clubs Austria hat kein Verständnis für die harte Vorgehensweise: „Wir finden diese Spielchen mit Patienten. Menschen die täglich Schmerzen erleiden müssen, einfach unmenschlich. Man ist einer Behördenwillkür ausgeliefert, was einer Folter gleich kommt. Ob das Ziel ist, die Menschen auf Dauer mürbe zu machen oder gar egal ist, ob sie daran sterben? Wir rufen dazu auf Euch noch mehr gerade für Patienten einzusetzen, schliesst Euch an, werdet selbst aktiv, wir dürfen dem nicht länger zusehen!“

Eine Cannabis-Anzeige kostet den Steuerzahler über 15.000 Euro

Wien, 26. August 2016 – Entgegen dem medialen Getöse wegen der Verhaftung von Strassen-Schwarzmarkthändlern muss die polizeiliche Aufklärungsquote bei Cannabis-Delikten laut den Daten des am Mittwoch veröffentlichte „Suchtmittel Jahresbericht 2016“ des Bundeskriminalamts deutlich zurückgegangen sein, kommentierte das Hanf-Institut am Freitag diesen Bericht nach einer Analyse.

„Weiterhin rückläufige Beschlagnahmungen seit 2013 bei gleichzeitigem Anstieg der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz (SMG) auf einen neuen Rekordwert zeigen, dass die Exekutive offenbar auf den Druck der Boulevard-Medien mit dem vermehrten Fangen von kleinen Fischen reagiert“, sagte Toni Straka, Obmann des Hanf-Instituts.

Leider fehlen in der jüngsten Ausgabe des Berichts Statistiken, die Aufschluss über die relative Anzahl von Cannabis-Delikten im Vergleich zu anderen Substanzen geben könnten. „In den Vorjahren waren das über schon über zwei Drittel aller Anzeigen  bei stark steigender Tendenz“, sagte Straka.

Zehntausende Straftaten ohne Opfer

Das Hanf-Institut kritisiert insbesondere die entstehenden hohen Kosten, sagte Straka, der diese Schätzungen mit Daten aus Deutschland untermauerte:
„Das bedeutet dann aber auch, dass sich der österreichische Staat die Verfolgung von rund 29.000 HanffreundInnen, die nur ein opferloses „Verbrechen“ begehen, über 400 Millionen Euro oder über durchschnittlich 15.000 Euro je Anzeige kosten lässt, während dabei durchschnittlich weniger als 40 Gramm – das entspricht etwa 100 Joints – mit einem Marktwert von etwa 320 Euro beschlagnahmt wurden.“

In Deutschland verursachen Drogendelikte dem Staat nach offiziellen Angaben der Bundesregierung (pdf) jährliche Verfolgungskosten von 5,2 bis 6,1 Milliarden Euro. Für Österreich gibt es diese Daten nicht.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von Zehntausenden HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, zu denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen in etwa derselben Höhe hinzukommen“, sagte Straka.

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Flickwerk am Suchtmittelgesetz ignoriert Cannabis-Fakten

SMG01062016Wien, 1. Juni 2016 – Die am 1. Juni in kraft getretene Reform des Suchtmittelgesetzes (SMG) scheitert nach Ansicht des Hanf-Instituts am Kernproblem, dass die anerkannte Heilpflanze Cannabis weiterhin im Suchtmittelgesetz angesiedelt ist. „Eine Regulierung des Verkaufs von Cannabis würde die jetzt in den Schlagzeilen stehende offene Drogenszene rund um die Wiener U6 um gut 90 Prozent reduzieren, weil es sich dabei um Cannabis-Delikte handelt“, sagte Toni Straka, Obmann des Hanf-Instituts am Mittwoch.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von 25.000 HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen gegenüberstehen“, sagte Straka, der diese Schätzungen mit Daten aus Deutschland untermauerte. Dort verursachen Drogendelikte dem Staat nach jüngsten offiziellen Angaben der Bundesregierung (pdf) jährliche Verfolgungskosten von 5,2 bis 6,1 Milliarden Euro.

Strafverfolgung kostet über eine halbe Milliarde Euro bei wenig Erfolg

Auf Österreich umgelegt gibt der Staat somit über eine halbe Milliarde Euro aus, während er sich auf Basis eines geschätzten jährlichen Konsums von 150 bis 250 Tonnen Cannabis einige hundert Millionen Euro an Steuereinnahmen entgehen lässt.

Das aktuelle Modell zur Bekämpfung des Hotspots U6 durch Intensiv-Einsätze der Exekutive führte in Wien seit Anbeginn der Cannabis-Szene beim Theseus-Tempel vor 50 Jahren immer nur zu einer Verlagerung und ist auf Basis der beschlagnahmten Mengen auf alle Fälle sehr teuer. In tausenden Manntagen der Polizei wurden nur wenige Kilo des wuchernden Krauts sichergestellt.

Gesundheitliche Befürchtungen scheint auch das Gesundheitsministerium nicht mehr zu haben. Im neuen Suchtbericht kommt das Wort Cannabis gar nicht mehr vor.

Prohibition hat historisch nachweislich nie zum ohnehin fraglichen Erfolg geführt.

Unsere Umfrage: Wie schaut’s eigentlich mit Cannabis bei den Bundespräsidentschaftskandidaten aus?

Wien, 22. April – Am 24. April geht’s ab in die Kabinen und es wird gewählt. Zu diesem Anlass befragte das Hanfinstitut die KandidatInnen Griss, Hofer, Hundstorfer, Khol, Lugner und Van der Bellen. Überraschenderweise antworteten zwei innerhalb von 24 Stunden. Dies waren Kandidat Khol, innerhalb von zwei Stunden und Kandidat Lugner. Der Rest hat bis dato nicht geantwortet. „Ich weiß nicht, ob es den Bundespräsidentschaftskandidatinnen bewusst ist, dass sie eine Million potenzieller Unterstützerinnen ignorieren“, argumentiert Toni Straka, der Obmann des Hanfinstituts.

Derzeit sind in Österreich nur synthetische Cannabis-Produkte, wie Dronabinol auf Rezept, in Apotheken zu einem Gramm-Preis von ca. 600€, erhältlich. Colorado hat’s vorgemacht und in Österreich wird gesudert oder gar geschwiegen. Die einzige Möglichkeit ein Cannabisprodukt legal und frei zu beziehen, sind Cannabidiol-Produkte (CBD). Es gibt ganze zwei Ärzte in Österreich, die sich auf Cannabistherapien spezialisieren. Daneben sind Cannabis Social Clubs, die sich nach dem Vorbild von ENCOD vorwiegend im bürgerlichen Bereich etablieren. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen beträgt zwischen 70 und 80. Cannabis als Medizin ist die Devise, deswegen findet am 14. Mai der Hanwandertag statt, auf dem u.a. die parlamentarische Bürgerinitiative zum straffreien Anbau von Cannabis dem Parlament überreicht wird.

Was antworteten nun die Kandidaten auf unsere Fragen?

Frage1: Haben Sie schon Cannabis konsumiert?

Khol: Nein, ich habe niemals Cannabis konsumiert.
Lugner: Nein, ich hatte noch keinen Bedarf, Suchtmittel dieser Art zu konsumieren.

Frage2: Würden Sie als Bundespräsident den medizinischen Gebrauch von Cannabis durch PatientInnen mit entsprechender Indikation unterstützen?

Khol: Auch was den medizinischen Gebrauch betrifft, ziehe ich die in Österreich gültige Rechtslage nicht in Zweifel. In Österreich sind Zubereitungen aus Cannabis nach der Suchtgiftverordnung nicht verschreibbar. (ausgenommen Cannabisextrakte, die als Arzneispezialitäten zugelassen sind).
Lugner: Ja, das würde ich. Wenn Experten der Meinung sind, dass der Konsum von Cannabis für therapeutische und medizinische Zwecke sinnvoll ist, spricht nichts dagegen.

Frage3: Würden Sie als Bundespräsident Menschen, die in österreichischen Gefängnissen wegen Cannabis-Delikten eingesperrt sind, begnadigen?

Khol: Begnadigungen sind jeweils sehr behutsam und in jedem einzelnen Fall ganz genau zu prüfen und zu entscheiden. Ich bin gegen die Legalisierung von sogenannten weichen Drogen – das ist das falsche Signal an unsere Jugend. Besonders für junge Menschen dienen diese oft als Einstiegsdroge und markieren den Beginn einer längeren Drogenkarriere. Das kann nicht im Interesse eines Landes sein.
Lugner: Dabei muss man entscheiden, welches Delikt in welcher Menge begangen wurde. Das Dealen mit illegalen Substanzen ist jedoch kein Kavaliersdelikt!

Frage4: Kennen Sie Personen, die durch Hanf zu Schaden gekommen sind?

Khol: Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass unsere Gesellschaft die Verantwortung für die jungen Menschen ernstnimmt. Nicht wegschauen, sondern hinschauen und die Probleme der Menschen ernst nehmen. Dazu gehört Prävention, Information, Aufklärungskampagnen, effektive Therapieangebote etc. Erwiesenermaßen kann der Dauerkonsum von Cannabis irreversible Spätfolgen nach sich ziehen.
Lugner: Persönlich habe ich keine Erfahrungen, bin aber davon überzeugt, dass der Konsum zumindest die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt. Die Ergebnisse von Langzeitstudien gehen so weit auseinander, dass ich auch kein Urteil fällen möchte, ob man nun gesundheitliche Schäden davonträgt.

[pk]

Aussagen zu Cannabis von den restlichen Kandidaten:

http://www.krone.at/Oesterreich/Hofers_im_Talk_Bei_Haschisch_gaebe_es_Hausarrest-Strenger_Papa-Story-504660
http://kurier.at/politik/inland/van-der-bellen-ueber-marihuana-ich-kann-mich-vage-erinnern/180.475.222

Suchtmittelgesetz-Novelle ignoriert alle Fakten über Cannabis als Heilmittel – Kommt Cannabis aus der Apotheke?

Wien, 4. Jänner 2016 – Die zum Jahreswechsel in kraft getretene Novelle des Suchtmittelgesetzes (SMG) wird nach Ansicht des Hanf-Instituts keinen langen Bestand haben. Nachdem mittlerweile Cannabis offiziell sogar vom US-Gesundheitsministerium als Krebs-Heilmittel anerkannt wurde, wirft Österreich weiterhin Hanf mit tödlichen Drogen wie Heroin oder Kokain in einen Topf und hält die Strafandrohung für Cannabis-Patienten in Österreich unverändert aufrecht.

„Es kann nicht sein, dass die österreichische Bundesregierung weiterhin alle wissenschaftlichen Fakten zu einer nebenwirkungsarmen Heilpflanze ignoriert, die bei über 250 Krankheiten erfolgreich eingesetzt wird“, sagte Toni Straka, Obmann den Hanf-Instituts am Montag.

Aus Sicht des Hanf-Instituts wälzt lediglich das Justzministerium mit der SMG-Novelle Kosten auf den Gesundheitssektor ab und designiert damit Amtsärzte als letzte Instanz, die zwischen Therapie oder Strafe entscheiden. Die Kosten, wenn jährlich rund 25.000 HanffreundInnen wegen ihrer Entscheidung für ein ungiftiges Heil- und Genussmittel zum Amtsarzt müssen, sind unabschätzbar, sagte Straka.

Suchtgiftverordnung: Gibt es bald Hanf aus der Apotheke?

Einen kleinen Lichtblick brachte die SMG-Novelle für Patienten. Die jüngste Änderung des § 14 der Suchtgiftverordnung sieht eine Ausnahme vor. Demzufolge dürfen Zubereitungen aus Cannabisextrakten, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind, verschrieben werden. „Das lässt sich so interpretieren, dass künftig so wie in Deutschland Cannabisblüten auf Rezept verordnet werden können.

2. Cannabis-Bürgerinitiative hat schon über 20.000 Unterschriften gesammelt

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Patrick Krammer, Erstunterzeichner der 2. Cannabis-Bürgerinitiative

Aufgrund der SMG-Reform, die weiterhin keine Verbesserungen für Cannabis-Patienten bringt, verstärken heimische Cannabis-Aktivisten ihre Bemühungen, die Regierung auf ihren Irrweg in der Cannabis-Politik aufmerksam zu machen. Mittlerweile werden in ganz Österreich Offline-Unterschriften für die von der Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte 2. Parlamentarische Bürgerinitiative betreffen den straffreien Eigenanbau für Cannabis-Patienten gesammelt.

„Bei unseren Info-Ständen in Wien haben wir im Vorjahr über 20.000 Unterschriften gesammelt“, sagte Straka und betonte, dass die Zustimmungsquote für Cannabis in Wien quer durch alle Altersschichten bei 99,9 Prozent liegt.

„Von weit über 20.000 Besuchern bei unseren Unterschriftensammlungen haben sich gerade sieben Menschen gegen Hanf ausgesprochen“, sagte Melanie Varga vom Hanf-Institut.

„Hanf ist schon lange in der Gesellschaft als Heil- und Genussmittel etabliert. Nur die Bundesregierung hält weiterhin daran fest, dass die Erde eine Scheibe beziehungsweise Cannabis ein Suchtgift ist“, sagte Straka abschliessend.

19. September: Hanf-Unterschriftensammlung während des Cannabis Social March Wien 2015

CSMFlyerREWien, 16. September 2015 – HanffreundInnen aus Österreich und den Nachbarländern werden beim Cannabis Social March Wien 2015 am kommenden Samstag nicht nur ihren Protest gegen die praxisfremde Suchtmittelgesetzreform zwischen Museumsquartier und dem Prater unüberhörbar zum Ausdruck bringen. Wie das Hanf-Institut am Mittwoch mitteilte, wollen die Organisatoren allen wahlberechtigten TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben, aktiv an der Legalisierung von Hanf als Heilmittel mitzuwirken. „Wir haben eine ganze Palette Unterschriftenformulare für die 2. Cannabis-Bürgerinitiative mit dabei und werden die Listen unter den HanffreundInnen während der Demo kreisen lassen. Damit sammeln wie auf einen Schlag wieder ein paar tausend Stimmen mehr für Hanf als Heilmittel“,sagte Toni Straka vom Hanf-Institut.

Die von der Patientenorganisation Arge Canna initiierte und dem Hanf-Institut unterstützte
2. parlamentarische Cannabis-Bürgerinitiative hat das Ziel, den Eigenanbau für Patienten zu entkriminalisieren.

Bisher wurden allein in Wien schon über 15.000 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren wollen aber sichergehen, dass die Politik ihren Wunsch nach straffreier Behandlung mit einem Heilmittel für über 250 Krankheiten nicht erneut wie nach der 1. Cannabis-Bürgerinitiative ignoriert.

„Bei unseren regelmässigen Infoständen in Wien ernten wir 99,95 Prozent Zustimmung zu Hanf als Heilmittel. Wir werden daher dem Parlament im kommenden Jahr gleich 65.000 Offline-Unterschriften überreichen, ehe diese Bürgerinitiative ins Online-Abstimmungsverfahren kommt“, sagte Straka.

Für Cannabis-Patienten ist die Lage nach Ansicht des Hanf-Instituts nach der SMG-Reform nach wie vor unverändert tragisch. „Wer seine Krankheiten oder Schmerzen mit Hanf behandelt, wird auch nach dem 1. Jänner 2016 mit unerwünschten Blaulicht-Besuchen und kostspieligen bürokratischen Verfahren bedroht“, sagte Straka. Dies hinke alles den wissenschaftlichen Erkenntnissen hinterher, denen zufolge Cannabis selbst Krebs heilen kann.

Cannabis Social March 2015

CSMRouteFinalDer Cannabis Social March (CSM) ist die zweite Gross-Demonstration in diesem Jahr für die Entkriminalisierung von über einer Million österreichischer HanffreundInnen.
Die politische Versammlung deren Route einer Wiener Sightseeing-Tour gleicht, beginnt um 13 Uhr vor dem Museumsquartier und führt dann über den Ring mit Ansprachen vor dem Parlament und dem Rathaus via Donaukanal und die Praterstrasse über die Hauptallee, ehe sich die Hanf-BefürworterInnen ab etwa 18 Uhr auf der Jesuitenwiese zur Abschlusskundgebung niederlassen können. Die Wetterprognose ist gut.