Kategorie-Archiv: USA

US-Krebsinstitut bestätigt offiziell: Cannabis tötet Krebszellen

–– von Sensiseeds Autorin Stefanie ––

Amsterdam, 18. November– Das National Cancer Institute (Nationales Krebs-Institut), eine von der US-Regierung geförderte Einrichtung, hat jüngst seine Informationen über Cannabis aktualisiert und dabei zugegeben, dass Cannabis nachweislich Krebszellen abtötet. Hier das Update:

Anti-Tumor-Wirkung

Cannabinoide können das Tumorwachstum hemmen, indem sie den Tod der Krebszellen bewirken, das Wachstum dieser Zellen hemmen und die Entwicklung der Blutgefäße blockieren, die Tumore für ihr Wachstum benötigen. Labor- und Tierversuche haben nachgewiesen, dass Cannabinoide in der Lage sein können, Krebszellen zu töten und dabei normale Zellen zu schützen.

6071357_origCannabinoide können vor Entzündungen des Darms schützen und auch ein Potential zur Reduzierung des Darmkrebsrisikos haben, eventuell auch für seine Behandlung.

Eine Laborstudie mit Delta-9-THC an hepatozellularen Karzinomzellen (Leberkrebs) zeigte, dass es die Krebszellen geschädigt oder getötet hat. Die gleiche Studie mit Delta-9-THC im Tierversuch bei Leberkrebs an Mäusen zeigte, dass es eine Anti-Tumor-Wirkung hat. Für Delta-9-THC wurde nachgewiesen, dass es diese Wirkung herbeiführt, indem es auf diejenigen Moleküle wirkt, die auch bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und bei Brustkrebszellen zu finden sind.

Eine Laborstudie mit Cannabidiol (CBD) bei östrogenrezeptor-positiven und östrogenrezeptor-negativen Brustkrebszellen konnte nachweisen, dass es den Tod der Krebszellen herbeiführte, während es auf normale Brustzellen kaum eine Wirkung hatte. Studien an Mäusen mit metastatischem Brustkrebs zeigten, dass Cannabinoide das Wachstum, die Zahl und die Verbreitung von Tumoren reduzieren können.

Eine Laborstudie mit Cannabidiol (CBD) an menschlichen Gliomzellen wies nach, dass CBD, das während einer Chemotherapie verabreicht wird, diese Therapie effektiver verlaufen und die Zahl der getöteten Krebszellen steigen lässt, ohne normalen Zellen zu schaden. Studien im Tierversuch an Mäusen mit Krebs zeigten auch, dass CBD zusammen mit Delta-9-THC eine Chemotherapie wie mit Temozolomid effektiver macht.

Verbesserung des Appetits

Viele Tierversuche haben belegt, dass Delta-9-THC und andere Cannabinoide den Appetit verbessern und die Nahrungsaufnahme erhöhen.

Schmerzlinderung

Die Cannabinoidrezeptoren (= Moleküle, die Cannabinoide an sich binden) wurden im Gehirn, in der Wirbelsäule und an den Nervenenden im ganzen Körper untersucht, um ihre Funktion bei der Schmerzlinderung zu verstehen.

Cannabinoide sind bereits auf ihre entzündungshemmende Wirkung untersucht worden, die für die Schmerzlinderung eine Rolle spielen könnte.

Quelle: National Cancer Institute

Dieser Artikel erschien ursprünglich hier im Sensiseds Blog..

US-Präsident Obama will bei Cannabis wissenschaftliche Resultate in Bewertung einbeziehen

Wien, 22. April – Ist die US-weite Legalisierung nur noch eine Frage der Zeit?

US-Präsident Barack Obama hat sich in einem Interview mit dem US-Sender CNN erneut dafür ausgesprochen, bei Cannabis wissenschaftliche Resultate in dessen Neubewertung als Heilmittel einzubeziehen. Ganz eilige starten bei Minute 1:38.

US-Polizisten rauchen inzwischen ein Bong

Cannabis als Medizin – in 3 Minuten erklärt

Wien, 25. Oktober 2014 – Die mittlerweile 12jährige Cyndimae leidet am Dravet Syndrom, einer seltenen Epilepsieform. Mit Cannabisöl verschwinden die lebensbedrohlichen Anfälle binnen Sekunden. Nach diesem 3-Minuten-Video sollte jedem klar sein, welch wertvolles Medikament Cannabis ist, sogar in der Kinderheilkunde.

Nähere Informationen sind in Cyndimaes Facebook-Gruppe zu finden.

Ende 2014 dürfte Cannabis in der Mehrheit der US-Bundesstaaten legal erhältlich sein

Wien, 25. Juli 2014 – Nach der kürzlichen vollkommenen Legalisierung im State of Washington wird Cannabis bis zum Ende des laufenden Jahres voraussichtlich in bis zu 28 der 50 US-Bundesstaaten legalisiert werden. Am 4. November werden die Bürger in Alaska, dem District of Columbia, Florida und Orgeon zur Wahlurne schreiten und den bisherigen Umfragen zufolge mehrheitlich für die Legalisierung von Cannabis medicinalis bzw. Cannabis socialis stimmen. Zurzeit kann man Cannabis schon in 24 Staaten legal beziehen.
Hier ist eine Übersicht, was wo passieren soll.

Alaska: Komplette Legalisierung

Alaska war der erste Bundesstaat, in dem Cannabis schon 1975 entkriminalisiert wurde. Dem Entwurf des Issue 2 zufolge soll Cannabis zukünftig komplett legalisiert werden. Dann werden die Einwohner legal eine Unze (=28 Gramm) gebrauchsfertiges Cannabis besitzen und 6 gleichzeitig Pflanzen aufziehen dürfen. Im Detailverkauf soll eine Steuer von 50 US Dollar pro Unze verkauftes Gras eingehoben werden.
Nach jüngsten Umfragen befürwortet eine knappe Mehrheit von 52% die Legalisierung.

District of Columbia (Washington D.C.): Komplette Legalisierung

In der US-Hauptstadt soll der Initiative 71 zufolge der Besitz von 2 Unzen (=56 Gramm) Cannabis und die Aufzucht von bis zu 6 Pflanzen legalisiert werden. Ausserdem soll die Weitergabe straffrei werden. Die Initiative befasst sich nicht mit dem Verkauf, weil solche Anträge in D.C. nicht gestellt werden können.
D.C. hatte erst kürzlich Cannabis entkriminalisiert. Die Regelung geht aber nicht weit genug und erlaubt der Polizei weiterhin willkürliche Festnahmen, die zu einem überwiegenden Teil Farbige betreffen.
Laut einer Umfrage der Washington Post sind rund zwei Drittel der Einwohner für die Legalisierung.

Florida: Legalisierung von medizinischem Cannabis

Floridas Issue 2 will die Legalisierung von medizinischem Cannabis durchsetzen. Die Initiative ist allerdings auf den therapeutischen Einsatz bei einigen schweren Krankheiten wie etwa Krebs, Morbus Crohn, Parkinson, MS, Glaukoma, Hepatitis C, HIV und „anderen Krankheiten, wo der Arzt annehmen kann, dass der medizinische Nutzen die potentiellen Risken überwiegt“ beschränkt. Das Gesundheitsamt in Florida wird dann ein System für Medical Marijuana Bezugskarten entwickeln.
In Florida sprechen sich bis zu 70% für die Legalisierung aus.

Oregon: Komplette Legalisierung

Die Bürgerinitiative in Oregon strebt die Legalisierung vom Besitz von bis zu 8 Unzen (= 224 Gramm) und 4 Pflanzen an. Ausserdem soll eine Steuer von 35 US Dollar pro Unze beim gewerblichen Verkauf fällig werden.
Dies ist der 2. Anlauf für die Legalisierung in Orgeon, nachdem eine erste Initiative im Jahr 2012 abgelehnt wurde.
Die Aktivisten erhoffen sich diesmal nicht zuletzt wegen der Unterstützung durch die Drug Policy Alliance (DPA) eine Mehrheit an der Urne.
Bei der letzten Umfrage waren 51% für und 44% gegen eine Legalisierung. Damals wurde aber nicht der Text der Bürgerinitiative abgefragt.

Übersicht: Wo Cannabis in den USA schon entkriminalisiert/legal ist

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